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Ohne Wartezimmer Rezepte online erhalten - Digitalisierung im Gesundheitsbereich macht es möglich

Wartezimmer Bildquelle: pexels via pixabay

Das Gesundheitswesen steht vor einem grundlegenden Wandel. Während klassische Arztbesuche über Jahrzehnte lang den Standard darstellten, entwickeln sich digitale Angebote immer weiter und schaffen einige neue Möglichkeiten für Patienten, medizinische Leistungen effizient, sicher und ortsunabhängig zu nutzen. Besonders die Ausstellung von Rezepten erlebt gerade eine kleine digitale Revolution und verschiedenste Telemedizin-Plattformen zeigen inzwischen, wie diese Entwicklung in der Praxis aussehen kann.

Mehr Lebensqualität durch digitalisierte Prozesse
In der Vergangenheit war der Weg zu einem Rezept für einige Patienten mitunter mit langen Wartezeiten verbunden. Heute ermöglichen digitale Lösungen, diesen zeitintensiven Teil der Einholung einer ärztlichen Verschreibung durch beispielsweise die komfortablere Alternative, via digitalem Rezepterhalt, zu umgehen. Insbesondere bei bekannten Diagnosen oder laufenden Behandlungen kann die Rezeptausstellung ohne medizinischer Bedenken problemlos online erfolgen. Wer ohnehin regelmäßig auf eine Medikation angewiesen ist, spart mit einem digitalen Rezept Zeit, Aufwand und Wege. Auch Ärzte profitieren von effizienteren Abläufen und einer besseren Planbarkeit.

Rezept online erhalten?
Ein Vorreiter der telemedizinischen Entwicklung ist zum Beispiel MedCanOneStop, eine Online-Plattform, die sich vollständig auf die Ausstellung von Rezepten für die alternativen Behandlungsszenarien spezialisiert hat. Ziel dieses Betreibers ist es beispielsweise auch, den Patienten den Zugang zu medizinischem Cannabis so einfach und rechtssicher wie möglich zu gestalten. Denn als Patient ist es in Deutschland gar nicht so einfach, seinen behandelnden Arzt davon zu überzeugen, einem solch eine Therapie zu verschreiben. Bevor man als Patient das Cannabis Rezept online erhält, müsste man auch hier zunächst einen Anamnesebogen ausfüllen. Anschließend wird die Rezeptanfrage durch einen anderen fachkundige Arzt, also nicht dem eigenen Hausarzt, überprüft. Wird eine entsprechende Indikation festgestellt, stellt der Arzt ein Rezept für medizinisches Cannabis aus. Durch diese Spezialisierung sind die Prozesse bei MedCanOneStop nicht nur effizient, sondern auch auf die Bedürfnisse von Patienten abgestimmt, welche Wert auf eine Behandlung mit alternativen Heilmitteln legen. Das ausgestellte Rezept wird dem Patienten digital zur Verfügung gestellt und kann dadurch zügig an eine ebenfalls spezialisierte Apotheke weitergeleitet werden.

Alternative Heilmittel lieber gleich digital verschreiben lassen?
Bleiben wir beim Beispiel Cannabis, dessen Verschreibung in Deutschland seit 2017 unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, wie etwa bei chronischen Schmerzen, Multiple Sklerose, Appetitlosigkeit im Rahmen von Tumorerkrankungen oder bei therapieresistenten Beschwerden. Doch trotz dieser gesetzlichen Grundlage ist der Zugang für Patienten häufig mit Hürden verbunden. Dazu gehören lange Wartezeiten auf Termine beim Facharzt oder mangelnde Erfahrungen auf Seiten der behandelnden Ärzte oder sogar eher eine ablehnende Haltung des Hausarztes zu alternativen Therapien. Telemedizinische digitale Plattformen kombinieren medizinische Fachkenntnis mit moderner Technologie und ermöglichen eine qualifizierte Beratung ohne bürokratischen Aufwand. Für viele Patienten stellt das eine erhebliche Erleichterung dar, insbesondere für diejenigen aus ländlichen Regionen oder Patienten mit körperlichen Einschränkungen.
 
So funktioniert die digitale Rezeptvergabe
Die rechtliche Grundlage für Online-Rezepte ist in Deutschland klar definiert. Grundlage dafür ist das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV), das im Jahr 2019 in Kraft trat. Es erlaubt den Einsatz telemedizinischer Leistungen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört in erster Linie, dass die ärztliche Konsultation per Video stattfindet und ein konkreter medizinischer Anlass vorliegt, etwa eine bestehende Diagnose. Zudem müssen alle datenschutzrechtlichen Anforderungen, insbesondere die Vorgaben der DSGVO, strikt eingehalten werden. Wichtig ist auch, dass eine sorgfältige Anamnese erfolgt und die ärztliche Entscheidung nachvollziehbar dokumentiert wird. Digitale Gesundheitsanbieter sind verpflichtet, transparente Abläufe zu gewährleisten und Patienten umfassend aufzuklären, sowohl über den Ablauf der Beratung als auch über mögliche Risiken und Nebenwirkungen einer Medikation.

Eine weitere gesetzliche Vorgabe betrifft die Abgabe von Arzneimitteln. Die Rezepte dürfen nur von zugelassenen Apotheken eingelöst werden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine stationäre Apotheke oder eine Versandapotheke handelt, entscheidend ist die Einhaltung der apothekenrechtlichen Bestimmungen.

Digitalisierung der Gesundheitsversorgung
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist kein Zukunftsversprechen mehr, sie ist längst Realität und entwickelt sich parallel zum Stand der Technik immer weiter. Was vor wenigen Jahren noch als experimentell galt, ist heute vielerorts möglich. So ist die digitale Rezeptvergabe, Online-Terminbuchung oder der Zugriff auf Laborwerte über Patientenportale längst im Alltag angekommen. Und das wird erst der Anfang sein. Zukünftig wird der Wandel deutlich spürbarer sein. So wird künstliche Intelligenz zunehmend in Diagnoseprozesse eingebunden werden, etwa bei der Analyse bildgebender Verfahren oder zur Risikoabschätzung bei chronischen Erkrankungen. Auch smarte Gesundheitsanwendungen spielen eine wachsende Rolle. Wearables, also tragbare Geräte wie Smartwatches oder medizinische Sensoren, liefern bereits heute kontinuierlich Gesundheitsdaten, die zur Überwachung des gesundheitlichen Zustandes der Person und damit zur Prävention genutzt werden können. Künftig können diese Daten automatisiert in digitale Gesundheitsakten integriert werden, um frühzeitig Muster zu erkennen und Therapien individuell anzupassen.

Nur eine Alternative oder ein echtes Plus
Die Möglichkeit, medizinische Rezepte digital zu erhalten, ist nicht nur ein technischer Fortschritt, sie bedeutet für viele Menschen ein echtes Plus an Lebensqualität. Wer regelmäßig Medikamente benötigt und auf dem Lande lebt, wo vielleicht gerade die letzte funktionierende Überlandbuslinie, auf Grund zu weniger Fahrgäste, adhok eingestellt wurde, profitiert von dieser Lösung mit Sicherheit.
 

News von: Torsten Rammrath, 31.03.2025

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